Battle Display, Reenactment, LARP oder doch Cosplay?

Manchmal denken Zuhörer, wenn man vom Reenactment erzählt, es sei eigentlich Cosplay.

Manchmal muss man einige Punkte einberechnen, um anderen das Hobby nahebringen und erklären zu können. Einfach ist dies beileibe nicht immer. Wenn du dich für Reenactment interessierst, nutze doch einfach diese Erklärungen:

Reenactment
(englisch für Wiederaufführung, Nachstellung)

Hier stellen Personen detailgetreu konkrete, geschichtliche Ereignisse dar. Der Reenactor versucht dabei Geschichte verständlich und erlebbar machen.

Insbesondere bei bestimmten, wiederkehrenden Jahrestagen oder konkreten Ereignissen kommen bis zu einigen Tausend Reenactor zusammen. Darunter fallen beispielsweise »die Schlacht von Leizpig« oder die »Schlacht von Gettysburg«.

Geschichtlich belegbar (geschichtlich festgehalten)
passende (Ver)Kleidung samt Zubehör (Pulverhorn, Säbel oder historische Medizininstrumente, …)
Hintergrund und Recherche (Ort der Schlacht, eingesetztes Personal, …)

Reenactor stellen in detailgetreuen Verkleidungen, geschichtliche Ereignisse korrekt nach.

LARP oder Live Action Role Play Game

Hier finden sich die Ursprünge im »Role Playing«. Du kennst sicher »D&D«, »DSA« oder »Vampire – the masquerade«. Das alles sind Beispiele für Tischrollenspiele, die sich durchaus auch für LARP umsetzen ließen. Dabei spielt das Genre keine sonderliche Rolle, da es von Fantasy bis SciFi so ziemlich alles gab und gibt. Selbst Rollenspiele, in denen du ein Plüschtier bist (Power, Plüsch und Plunder) oder ein kleines Kind, das vor dem Bösen im Wandschrank zitterte (Kleine Ängste).

Üblicherweise gibt es hier einen Rolemaster, der die Geschichte erzählt und Nicht-Spieler-Charaktere (NSC) als Protagonisten.

Meistens gibt es eine Unmenge an Würfel und dicke Regelwerke, die ein guter Spielleiter auswendig können sollte oder zumindest wissen, wo er nachschlagen kann.

Das gleiche Grundprinzip findest du in diversen Rollenspielen am PC oder auf Spielkonsolen!

Ein gutes Buch, wenn du in dieses Thema einsteigen willst ist von Ella und Sam Karnstein und heißt:
LARP für Anfänger: Erste Schritte in ein spannendes Hobby

Im LARP spielst du einen Charakter, verkleidest dich wie dieser und interagierst mit den anderen Spielercharakteren. Du benötigst dafür dein Kostüm und das dazu passende Equipment. Waffen bestehen aus Latex und »Magier« verwenden bisweilen Taschenspielertricks aus dem Zauberladen.

Cosplay

In den letzten Jahren kam (wie bei Airsoft früher) ein Trend aus Japan: Das Cosplay! Dabei findest du Charaktere aus Mangas und Anime ebenso wie aus Computerspielen oder Hollywood-Blockbustern.
Grundsätzlich gilt es eine Figur möglichst authenthisch nachzustellen!
Die Personen hinter den Kostümen werden nur bedingt als der echte Mensch wahrgenommen, vielmehr gilt es, der Rolle gerecht zu werden.
Im Gegensatz zum LARP sind es keine eigenen Charaktere mehr, sondern das Nachstellen von etwas »Existentem«!

Battle Display

Hierbei geht es um ein möglichst detailgetreues Nachstellen militärischer Einheiten. Als Referenz ziehen die Darsteller Bilder, Dokumentationen, Zeitzeugenberichten oder Beschreibungen.
Insbesondere Reenactor legen hierbei extrem viel Wert auf die Authentizität der Ausrüstung.
Wie beim Reenactment gilt auch beim »Battle Display« viel Zeit der Recherche. Sinnvoll ist es, sich vorab für eine konkrete Einheit zu entscheiden. Hilfreich dafür ist beispielsweise sich zu überlegen, welches Land, welches Jahr und/oder welches Ereignis einen interessiert.

4 Gedanken zu “Battle Display, Reenactment, LARP oder doch Cosplay?

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