Ferrari fahren, Mosquitsch zahlen

Aus gegebenen Anlass wieder einmal etwas Philosophisches von mir.

Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, daß es immer mehr und mehr „Interessenten“ gibt, die unseren Sport anscheinend mit Paintball verwechseln.
Warum? Nun, im Paintball ist es üblich, daß es Leihausrüstung und Billigst-Markierer für Anfänger gibt. Echtes Gear ist, gem. einer Unterhaltung, die ich mit einem PP-Profi führte, nicht wirklich notwendig.
Lediglich die Schutzausrüstung und ev. ein kleiner Behälter für Reserve PPs sind üblich. Der Rest ist „nice to have“, und wenn man nicht gerade Turnier-Spieler ist, eher verzichtbar.

Nur denken manche „Interessenten“, daß das bei uns auch so funktioniert. Da wird sogar ein durchschnittlicher Carrier um gerade mal 150,- (ohne weitere Taschen) als teuer bezeichnet.
Aber, oh Wunder, man will natürlich Markierer gleich mit Mosfet, exat 400 fps und wahrscheinlich einer super Reichweite haben. Und kosten darfs natürlich auch kaum was.
Und die Magazine müssen ja sofort das Beste vom Besten sein, müssen so viel als möglich BBs fassen, aber dürfen klarerweise nicht rascheln. Also keine Highcaps, sondern echt gute Midcaps müssens sein.
Und klarerweise müssen sie auf jeden Fall zu dem „Super-Markierer“ passen, und feeden, als obs kein Morgen gäbe.

Aber von einer BDU oder dergleichen hört man nichts. *Sarkasmus on* Braucht man ja auch nicht. Nö, ist unwichtig. *Sarkasmus off*

Und überhaupt wäre es den lieben „Interessenten“ am liebsten, wenn sie sich wie beim PP alles nur ausleihen könnten.
Klar dann braucht man sich um nix scheren, bekommt ums Mini-Geld die Maxi-Ausrüstung und wenn der Markierer oder die Ausrüstung nachher Schrott sind, verliert man maximal den Einsatz.

HAAAAALLLOOOOO!!!!! Das ist Airsoft und nicht Paintball.
Offenbar wollen etliche „Interessenten“, im übertragenen Sinne, Ferrari fahren, aber nur einen Mosquitsch (UDSSR-Billigst-Auto-Modell) zahlen.
Ich könnte gar nicht so viel essen, wie ich kotzen könnte, wenn ich sowas höre/lese.
Und dann wird demjenigen noch das Kopferl getätschelt und er wird von den Althasen brav beraten, wo er doch alles sofort weiß.

Wie war das früher?
Interessent: „Ich hab Interesse am Airsoft.“
Althase: “ Na dann besorg dir mal einen günstigen Markierer, eine Schutzbrille/PP-Gesichtsschutz, ein paar Reserve-Magazine und komm zum nächsten FFA.“
Ganz selten gabs vorher noch ein längeres Gespräch mit einem Verein, damit man sicher war, woran man war.
Aber Leihausrüstung? Fehlanzeige. Lang und breite Beratung in Foren, wo doch der „Interessierte“ eh schon selbst recherchiert hat? Auch Fehlanzeige.

Meiner Meinung nach lernt man im tiefen Wasser am besten schwimmen, und wer sich nicht mal 200,- Euro für eine Billig-Erstgame-Ausrüstung erübrigen kann, ist in unserem Sport eindeutig fehl am Platz.
Ich für meinen Teil bin zu meinem ersten Game mit voller Ausrüstung, so wie sie bei meinem ersten Team (Vietdat) üblich war, aufgelaufen. Und wußte nicht was mich erwartet, aber durch meine Recherchen wußte ich, daß es etwas für mich ist.

Was meint ihr?
Findet ihr es gut, daß offensichtlich geizigen „Interessierten“ der Allerwerteste gepudert wird, und ihnen Zucker in den Selbigen geblasen wird?
Wie findet ihr die Einstellung der „Interessierten“ bezüglich kaum bereit Geld auszugeben, aber gleich das Beste vom Besten haben zu wollen?
Und wie steht ihr zu Leihausrüstung für „Interessierte“, die noch gar nichts haben? Wie seht ihr da den rechtlichen Aspekt bei der Schutzausrüstung?

Wieder einmal Fragen über Fragen…..

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